Trauern ohne Grab?
 

 

 

 

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Lieber Leser des Lichtpfad Newsletters

Jeder von uns hat sicherlich schon einmal darüber nachgedacht, was mit unserem Körper geschehen soll, wenn wir gestorben sind. In der Regel, geschieht das in der herkömmlichen Art und Weise, einer normalen Beerdigung. Dieses Thema beschäftigt mich schon eine geraume Zeit und ich war überrascht, als ich in der hiesigen Tagespresse einen Bericht über das Trauern ohne Grab gelesen hatte.
Die Bestattungskosten steigen immer mehr und mehr in die Höhe und die Bestattungskultur ist demnach einem großen Wandel unterzogen. Viele Menschen entscheiden sich schon zu Lebzeiten wie sie einmal beerdigt werden möchten.
Der Tod ist in der Gesellschaft kein Tabuthema mehr, weil die Mehrzahl der Menschen nach ihrem Tod alles geregelt haben wollen, wie man so salopp sagt.

Abschied nehmen von einem lieben Menschen und ihm ein ehrenvolles Gedenken durch ein mit Blumengeschmücktes Grab zu bereiten, ist für viele Menschen sehr wichtig. Doch kann ich einem Toten nur durch ein leider heute sündhaft teures Grab, die letzte Ehre erweisen? Kann ich Trauern ohne eine Zufluchtsstätte "Grab" zu haben?
Alternativen gibt es heute eine Vielzahl. So ist es möglich, seine Urne nach einer Einäscherung in einem sogenannten Friedwald an den Wurzeln eines Baumes beisetzen zu lassen oder aber man lässt seine Asche über ein Streufeld ausstreuen und verweht im Wind. Bei beiden Bestattungszeremonien ist eine spätere Grabpflege ausgeschlossen. Nach Infos verschiedener Bestatter sind diese alternativen Bestattungsmöglichkeiten enorm im Kommen, aber dennoch nach geraumer Zeit, sind die Angehörigen der Situation überdrüssig und bedauern keinen Zufluchtsort mehr zu haben um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen.

grablampe-shotimo_pixelquelle Lichter brennen auf den Gräbern und demonstrieren der Umwelt, dass hier einem Verstorbenen gedacht wird, der nicht vergessen worden ist, wie es leider oftmals vorkommt, wenn man über Friedhöfe geht und die einzelnen Gräber anschaut. Deshalb entscheiden sich viele Menschen im Vorfeld kein Grab anlegen zu lassen oder auch anonym beerdigt zu werden, so dass die Nachkommen keinerlei Kosten und Verpflichtungen mehr mit dem Unterhalt eines Grabes haben.
Leider ist es heute wirklich so, dass es nicht immer die Regel ist, dass Grabstätten so gepflegt werden wie es eigentlich sein sollte. Auf der anderen Seite widerrum werden kleine Vermögen ausgegeben und es stellt sich mir die Frage, wem das nutzt. Bedenke ich die Situation meiner Eltern, als mein Vater 1984 verstarb und das Grab hergerichtet wurde, verschlang dies Summen, über die meine Eltern im Leben sonst nie verfügt hätten. Der Schmerz und die Trauer ist wohl viel zu groß und der Gedanke dem Verstorbenen durch ein pompöses Grab eine Freude zu machen und ihm dadurch ein ehrenvolles Andenken zu schaffen, ist wohl das Ergebnis kirchlicher Dogmen mit dem man aufwuchs und lebte.
In Würde bestattet werden nicht nur Menschen die ihr Leben gelebt haben, sondern auch Kinder, Totgeburten und sogar Embryonen. Gerade, wenn Eltern das Schicksal erleiden ein Kind zu verlieren, ist der Wunsch nach einer entsprechenden Gedenkstätte sehr groß. Die Sehnsucht an diesem Gedenkort, ihr Kind wiederzufinden und ihm Nahe zu sein, ist menschlich allzu verständlich. In früheren Jahren ist es nicht üblich gewesen, dass Totgeburten das Recht hatten beerdigt zu werden. Das hat sich heute zum Wohl der Eltern geändert. Man schätzt, dass ca. 3500-35000 Totgeburten jährlich zu verzeichenn sind. Die Zahlen schwanken wohlgemerkt erheblich.

Alleine sein, ohne den geliebten Partner ohne das geliebte Kind, ist eine schreckliche Vorstellung, besonders in der Hinsicht, wenn der Tod als etwas entgültiges angesehen wird. Einen Menschen zu verlieren und den Lebensweg fortan alleine gehen zu müssen, bedeutet Entzug körperlicher Nähe und Geborgenheit. So viel Vertrautes was einem über die Jahre hinweg tagtäglich begleitet hat, kann von nun an nicht mehr gelebt werden. Der einzigste Zufluchtsort der dem Trauernden bleibt, ist das Grab, die letzte Stätte wo der geliebte Verstorbene verweilt. Mit diesen Vorstellungen sind die meisten Menschen aufgewachsen und nur wenige Menschen finden einen neuen Anfang ein neues Leben. Selbstverständlich kann kein Mensch seine Angehörigen vergessen und der Verlust schmerzt, schmerzt auch noch nach vielen Jahren, wenn Situationen entstehen, die früher gemeinsam begangen wurden. Hier ist wie erwähnt die Zufluchtsstätte Grab, ein Ort um wieder Kraft und neue Zuversicht zu tanken, jedenfalls für sehr viele Menschen. Hier liegt der Mann, die geliebte Frau und oftmals werden in Gedanken, in vielen Situationen des Lebens, die Verstorben um Hilfe und Rat gebeten.

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Wie gesagt, sollte man sich schon früg genug darüber im klaren sein, wie die eigene Beerdigung denn nach dem körperlichen Ableben vollzogen werden soll. Ich für mein Teil tendiere für eine Bestattung ohne großen Kostenaufwand, weil ich der Ansicht bin, das es mir nichts mehr nützt, wenn teure Garbsteine und Blumen meine letzte Ruhestätte schmücken. Auch möchte ich meinen Hinterbliebenden die Verantwortung abnehmen 3 Jahrzente lang für ein Grab verantwortlich zu sein. Leider treffen hier kirchliche Vorbehalte auf viele Menschen gleicher Ansicht. Ich zitiere hier zwei Geistliche, die im besagten Zeitungsartikel wie folgt zitiert wurden.

Anonyme Bestattungen und das vertreuen auf den Streufeldern verletzen die Totenwürde und es entspricht weder der biblichen noch der historischen Tradition. Beide Pfarrer sagten, sie könnten an solchen Bestattungen nicht mitwirken.

Ich frage mich allen Ernstes welche Totenwürde denn hier gemeint ist. Für mich bedeutet TOTENWÜRDE dem Verstorben Gedanklich ein ehrenvolles Andenken zu gewahren. Ich frage die Kirche, wieviele Beerdigungen sind schon vollzogen worden, wo Menschen nach ihrem Tod von der Kirche als guter Mensch beschrieben worden sind und zu Lebzeiten kannten sie nur das glatte Gegenteil. Nein, Totenwürde ist etwas ganz anderes nämlich der Respekt und die Achtung vor einem Menschen in der Gewissheit, dass wir alle für alle unsere Taten und Worte selber gerade stehen müssen. Ein stilles Gebet in Andenken an die heimgekehrte Seele, damit sie in den Geistigen Sphären weiter ihren Weg in göttlicher Sicht leben kann, ist die größte Totenwürde, die ich einer Seele schenken kann.
Hier zeigt die Kirche leider auf, dass sie immer noch meilenweit hinter neuen spirituellen Erkenntnissen hinterher hinkt. Hier werden alte Dogmen immer noch als Wahrheitssiegel vermarktet, die dem Menschen in seiner Trauer kein Stück weiter helfen.
Hier nun folgend einige Erklärungen aus den Sphären des Lichtes zum Totenkult.

Frage : Was ist empfehlenswerter: Verbrennung oder Erdbestattung?

ARGUN : Aus hygienischen Gründen ist die Feuerbestattung vorzuziehen. Doch muß eine Frist von mindestens fünf Tagen eingehalten werden, damit sich alle geistigen Verbindungen vom Körper lösen können. Der zurückgelassene Körper ist für jeden Jenseitigen ohne Bedeutung.

Es kommt sehr häufig vor, daß Seelen erkranken, weil der Tote zu früh dem Feuer übergeben worden ist. Durch das gewaltsame Herausreißen wird die Seele beschädigt. Es dauert dann lange, bis sie wieder geheilt ist.

Frage : Die Katholische Kirche ist aber gegen eine Feuerbestattung.

AREDOS : Wie ARGUN schon sagte, ist das Feuer reinigend. Das Element Feuer ist überhaupt etwas Reines. Schon aus diesem Grunde ist gegen eine Feuerbestattung nichts einzuwenden. Wenn die Katholische Kirche etwas dagegen hat, so beruht das darauf, daß sie dabei an das Dogma vom "Fegefeuer" denkt. Doch das sog. "Fegefeuer" oder die "Hölle" haben nichts mit dem Element Feuer zu tun.

Wir können eine Feuerbestattung nur befürworten. - Ein Gräberfriedhof ist nicht erhebend!

 

Wohlan, jede Tradition, die zur Aufgabe hat, Vermutungen, Irrtum und Wahrheit auf geistigreligiösem Gebiet möglichst lange zu sichern, zu festigen und unabänderlich von Generation zu Generation weiterzugeben, ist gegen den Plan Gottes und damit gegen jede geistige Weiterentwicklung gerichtet. Sie ist negativ und dient damit allein dem Gegner Gottes!

Eine derartige Tradition beruht auf der Tatsache, daß man den menschlichen Körper, die Materie als das bewußte ICH, als Persönlichkeit hinstellt, die angeblich aus dem Nichts kommt und in dieses Nichts zurückkehrt. Die Seele dagegen, das wirkliche ICH, die tatkräftige, tatsächliche individuelle Persönlichkeit, die bewußt allein überlebt und, weil von Gott, ewig existiert, wird als ein "Gespenst" bezeichnet, in der Karikatur verlacht und verspottet.

Dem abgelegten Körper erweist man fanatisch absolute Pietät und alle Ehren, trägt ihn mit mehr oder weniger Pomp zu Grabe, setzt ihm je nachdem entsprechende Denk- und grabmähler mit unrichtiger Beschriftung und macht aus allem einen Toten- und Friedhofskult, der die wahre Schöpferleistung herabwürdigt und damit Gott beleidigt.

Was bei Kriegen und sonstigen Katastrophen mit den Körpern von Millionen unschuldiger Männer, Frauen und Kindern geschieht, das dürfte ja wohl bekannt sein. Merkwürdig - da nimmt man es keineswegs so genau. Aber es spricht für sich!

Es gibt keine Gründe, die zur Rechtfertigung angeführt werden können für die auf den Friedhöfen und in den Krematorien stattfindenden herzzerreißenden Trauerfeierlichkeiten, verbunden mit den furchtbarsten seelischen Qualen und den nachfolgenden Tragödien bis zum Selbstmord.

Ein Begräbnis, eine Grabstätte oder ein Gräberfeld sind ein Anschauungsunterricht der völligen Hoffnungslosigkeit, ein Vertrauensbruch zu Gott und der Unsterblichkeit des menschlichen Geistes.
Keine auch nur halbwegs positive Seele hat irgendein Interesse an der Asche oder an dem Verwesungsprozeß ihres abgelegten Körpers und noch weniger am Verweilen auf dem Gräberfeld oder Friedhof der Traurigkeit und der schweren Belastung des Gemütes. Aber durch eine abwegige Tradition (Friedhofskult) werden von unwissenden Angehörigen und Freunden abgeschiedene Seelen geradezu genötigt, Begräbnisstätten aufzusuchen, weil man glaubt, daß gerade dort ihrer am besten gedacht werden kann.

 

Ein Bild des Abgeschiedenen neben einer Vase mit Blumen zu Hause wäre ein von ihm gewünschter und angenehmer Ort - und nicht ein Gräberfeld!

Hier sollte man für die Seele und ihr Heil in aller Stille beten. Sie wird sich mit herzlichem Dank bereit finden, alles zu tun, um sich der Hilfe Gottes würdig zu erweisen.

Ohne jede Trauer um die abgeschiedene Seele sollte das geschehen, denn die gezeigte Trauer ist eine schwere Belastung und auch ein Hindernis auf ihrem weiteren Wege ihrer Entwicklung im Reiche des Herrn.

Helfen durch ein von Herzen kommendes Gebet und keine Trauer, das wird von den abgeschiedenen Seelen immer wieder gewünscht.

Deshalb ist eine an Gott gerichtete Fürbitte eines Menschen für eine Seele im Geistigen Reich von sehr großer Bedeutung, soweit sie wirklich von Herzen kommt.

Was habt Ihr mit dem Begriff "Seele" eigentlich angestellt?

 

 

Ich denke, die Belehrungen aus den Sphären des Lichtes zeigen deutlich auf, dass der Totenkult, den wir Menschen auf Erde praktizieren, der falsche Weg ist. Dies soll nicht im geringsten darüber hinwegtäuschen, dass für alle Menschen, egal welcher Herkunft, der Tod immer noch ein schreckliches Erlebnis darstellt. Es ist mit Sicherheit nicht einfach zu Trauern ohne Grab, weil alte Vorstellungen über den Tod nicht so einfach auszulöschen sind. Das Resümee soll bleiben, dass sich jeder einzelne selbst darüber im Klaren sein sollte, ob er ohne Grab trauern kann und wie es einmal bei ihm selber sein soll.
Viele können und wollen nicht auf eine Zufluchtsstätte verzichten, ihnen soll eine Gedenkstätte gegönnt sein, denn nicht jede Seele hat den gleichen Entwicklungsstand, um einen Verlust durch den Tod zu verarbeiten.

 

Das einzigste Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

 

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Hermann