| Im alltäglichen Leben
gebrauchen wir viele Worte deren Bedeutung wir uns bei der Aussage
kaum bewusst sind. Man hört sich selber sagen, "Ach
Du lieber Himmel", oder aber "Um Gottes Willen".
Schauen wir uns im Fernsehen, Radio oder Internet, oder ganz
einfach auf der Straße um, wird einem bewusst wie oft
Sätze begonnen werden mit "Mein lieber Gott; Großer
Gott; Himmel, Herrgott noch einmal; Ja, mein Gott; Oh, Gott;
usw.
Oft muss ich sogar darüber
schmunzeln wie häufig doch eigentlich diese Formulierungen
benutzt werden, um die eigene Aussage zu kräftigen und
sie dadurch mehr an Bedeutung gewinnen zu lassen. Dabei ist
es doch in vielen Fällen so, dass Gott eigentlich nicht
mehr den Platz einnimmt der ihm zusteht. An Gott zu glauben
ist altmodisch, langweilig, ja bis weilen sogar etwas verpönt.
Sich offen zu Gott zu bekennen ist einfach nicht mehr in.
Wenn ich mir dann aber darüber Gedanken mache, wie oft
doch ein Satz mit den oben beschrieben Worten beginnt, keimt
Hoffnung auf, dass Gott doch noch einen Platz im Herzen der
Menschen hat. Warum sollte man denn sonst diese Worte benutzen
um die eigene Aussage zu stärken. Oder sind es vielleicht
doch nur dahingesagte Worte ohne Sinn und Grund?
Unbemerkt versucht der
Mensch durch diese Wortspielchen eine gewisse unterstützende
Beweiskraft beizuzufügen in dem Gott Vertrauen und Hoffnung
spenden soll. Ich glaube, jeder von uns sagt des öfteren
"Lieber Gott ist das schön" um seine Freude
und sein Glück auszusprechen. Dagegen in Trauer und Verzweiflung
neigen wir an Gott zu zweifeln, weil er nicht parat steht
für uns um unsere Sorgen und das Unglück zu beseitigen.
Kleinere Wutausbrüche werden dann von einem "Heiliges
Kanonenrohr, oder Heiliger Strohsack"begleitet. Ein begleitendes
"In Gottes Gnaden, oder Geh' mit Gott, aber geh!"
sind auch dann nur eine Wortspielerei.
Für mich sind Himmel
und Gott nicht nur ein bloßes Wortspiel, nein sie haben
eine überaus größer Bedeutung als ein bloßes
Wort. Die Liebe die Gott uns Menschen Sekunde für Sekunde
und Minute für Minute zukommen lässt, ist der Motor
unseres menschlichen Dasein, auch wenn viele Menschen diese
Kraft kaum noch spüren.
Ohne Sie
wären auch Wir ohne Bedeutung
wie ein dahingesprochenes Wort.
Hermann
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